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Schwachstellen

16. Juni 2025

Wo ist dein Zuhause verwundbar? Schwachstellen erkennen und sichern

Ein Einbruch ist selten ein Zufall – Einbrecher nutzen gezielt Schwachstellen in der Gebäudehülle. Deshalb empfiehlt das Netzwerk „Zuhause sicher“, alle öffentlichen oder leicht erreichbaren Öffnungen mit mechanischem Schutz zu sichern. Besonders gefährdet sind das Erdgeschoss, das Souterrain und bei Mehrfamilienhäusern die Wohnungseingangstüre – etwa 36 % der Täterzugriffe zielen darauf ab.

Typische Schwachstellen – Übersicht

  • Haus- und Wohnungseingangstür
  • Nebeneingangstür, Kellertür, Garagentor
  • Terrassentür
  • Fenster im Erdgeschoss
  • Lichtschacht
  • Balkontüren oder Fenster in oberen Etagen

Warum diese Stellen besonders gefährdet sind – und wie du sie sicherst

1. Eingangstüren (Haupt- und Nebeneingänge)

  • Möchtest du möglichst sicher wohnen, vermeide einfache Türschlösser und Verblendungen. Wähl stattdessen moderne Profilzylinder mit Bohr- und Kernziehschutz und achte auf Mehrfachverriegelungen oder Panzerriegel (Querriegel), die die Tür über die gesamte Breite sichern – was Aufhebeln extrem erschwert.
  • Auch Scharnier- oder Bandseitensicherungen (Hinterhaken) verhindern, dass Türen aus den Angeln gehoben werden – ein oft unterschätzter, aber wirksamer Schutz.

2. Fenster und Terrassentüren

  • Einfache Fenster lassen sich schnell aufhebeln oder durch Einschlagen Glas öffnen. Dagegen helfen Pilzkopfverriegelungen, die sich fest im Rahmen verhaken sowie abschließbare Fenstergriffe.
  • Sichern lässt sich Glas zusätzlich durch Verbundsicherheitsglas (VSG) oder einbruchhemmende Folien.
  • Auch Fenster im Keller oder Lichtschacht dürfen nicht vergessen werden – Gitter oder Abhebesicherungen inklusive.

3. Gartentor, Garagentor & Außenbereiche

  • Garagentore, die nicht vollständig verriegelt sind, bieten oft direkten Zugang ins Gebäudeinneres – eine häufige Lücke bei Versicherungsschutz. Verstärkte mechanische Schlösser oder Verankerungen bieten hier Abhilfe.
  • Und: Hecken oder wildes Grün am Haus können unbemerkte Zugangsmöglichkeiten schaffen. Eine gute Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern, sichtbarer Präsenz und strukturierte Wege erhöhen spürbar den Schutz.

4. Fördertechnik & Normen beachten

  • Fenster und Türen sind nach DIN EN 1627 geprüft. Ab RC-2 oder RC-3 bieten sie echte Sicherheit – RC-1 reicht dagegen kaum aus.
  • Auch bei Nachrüstmöglichkeiten ist auf Normen wie DIN 18104-1 und -2 zu achten, um verlässliche Qualität zu gewährleisten.

Mechanisch vor elektronisch – und beides richtig kombiniert

Die Polizei empfiehlt grundsätzlich: Mechanische Sicherheitstechnik ist die Basis, Alarmsysteme kommen ergänzend zum Einsatz. Sie melden, verhindern den Einbruch aber nicht.

  • Mechanische Grundsicherung: stabile Türen, verschließbare Fensterbeschläge, geprüfte Schlösser.
  • Ergänzend: Einbruchmeldeanlagen, idealerweise nach DIN/ VdS-Klasse und mit Anbindung an eine Notruf-Service-Leitstelle.